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Yoga und was sonst noch wichtig ist...

Donnerstag, 22. Juni 2017
Yoga-Kurs Mallorca!

Yoga-Woche auf Mallorca! Entspannung, Strand und Meer -und natürlich gemeinsame Yogastunden!
Ich freue mich schon...
Die nächste Yoga-Reise gibt es sicher wieder im nächsten Jahr!

Mittwoch, 24. Mai 2017
SURYANAMASKAR (GRUSS AN DIE SONNE)- BEDEUTUNG UND WIRKUNG DIESER KLASSISCHEN YOGAÜBUNGSREIHE" Yoga-Philosophie

Ich gehöre noch zu der Yoga-Lehrer-Generation, die sich so richtig anstrengen musste! Seit mehr als 20 Jahren praktiziere ich Yoga... Yoga-Ausbildungen gab es (Mitte-/Ende der 90'er Jahre) wenige... (vergleiche das mal mit heute) Yoga-Literatur kaum... die fast einzige Möglichkeit tiefer in den Yoga einzutauchen war eben eine Yoga-Lehrer-Ausbildung. Irgendwo in Deutschland (laaaange Anfahrtswege inklusive) oder wer konnte... ging nach Indien. Hach! Seufz... Alles steckte noch etwas in den "Kinderschuhen"... Yoga war noch Revolution! ;-) Und wir Yoga-Lehrer Exoten Meine Güte lange ist es her! Meine Yoga-Ausbildung absolvierte ich von 2001-2004. Vorher hätte ich mich gar nicht getraut! ;-) So ohne vorher Schüler gewesen zu sein. Nun ja, heute ist alles einfacher (mach ein paar Kurse und werde Yoga-Lehrer... aber das ist ein anderes Thema)! Zeitgeist eben oder Lifestyle... leider.
Wer Lust hat auf ein wenig Yoga-Philosophie, darf gerne einen Teil* meiner damals vorgelegten Yoga-Facharbeit lesen! (Lesen, nicht veröffentlichen)

*Bilder darf ich aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlichen. Sie durften damals nur für die Yoga-Facharbeit genutzt werden.

Eure Melanie Reimering

Mittwoch, 24. Mai 2017
Yoga-Philosophie Teil 14

Suryanamaskar als Lernprozess in Hinblick auf weiterführende Asanas
Mittels Yoga werden Funktionen geübt, die wegführen von einem oftmals hektisch ablaufenden Alltag. Wenn yogische Verhaltensweisen entwickelt werden, erfassen diese unser Bewusstsein auf alle drei Ebenen, die körperliche, die seelische und die geistige Ebene. In der Regel beginnt der Yoga-Weg mit Körperarbeit. Die intensive Arbeit mit den Asanas ist das Grundkonzept, auf dem alles weitere aufbaut. Durch Bewegungsabläufe, die im Yoga Karanas genannt werden, erhält der Übende die Möglichkeit für sich persönliche Erfahrungen zu machen. Besonders Grenzerfahrungen spielen eine Rolle. So kann Yoga-Übende während des Bewegungsablaufs oder während des Haltens eines Asanas an seine persönliche Grenze stoßen. Er muss sich nun mit dieser Situation auseinandersetzen und so etwas über sich und Aspekte des eigenen Wesens zu erkennen. Eine Körperhaltung einnehmen bedeutet, sich mit uns selbst auseinander zusetzen, uns selbst zu erfahren um neue Erkenntnisse zu sammeln. Der Begriff Karana beschreibt zum einen bestimmte Asanas, die eine ständige Anstrengung der Muskulatur erfordern, um den Körper gegen die Schwerkraft zu halten, z. B. manche Standhaltungen. Aber zum anderen werden damit Bewegungsfolgen bezeichnet, also eine Reihe von Haltungen oder Asanas.

Auch Suryanamaskar gehört eigentlich zu den Karanas. Karanas sind wichtig, um die oft sehr komplexen und anspruchvollen klassischen Asanas zu erarbeiten. Nach und nach bilden sie Etappen auf dem Weg zu einem Asana. Karanas können in unterschiedlichen Haltungen, die zu einer Bewegungsabfolge zusammengefasst sind, verschiedene Elemente zur Vorbereitung auf ein Asana enthalten. Der Übende kann wesentliche Element aus den Bewegungsabläufen verinnerlichen, ohne gleich längere Zeit eine Asana zu halten.
Somit können bestimmte Bereiche des Körpers gezielt vorbereitet werden. Der Bewegungsablauf eines Karana begünstigt außerdem das Erlernen fließender Bewegungen, und zwar besonders der Sonnengruß, Suryanamaskar. Besonders wenn man insgesamt darauf achtet, den Atem und die Bewegung zu synchronisieren. In der Ruhephase nach einem solchen Bewegungsablauf, wie Suryanamaskar, erlebt sich der
Übende als durchlässiger, vom Atem durchströmt und belebter.
Bewegungsfolgen machen aber auch deutlich, wo Blockierungen im Körper sitzen.

(Maha Mrityunjaya Mantra)
OM trayambabakam yajamahe sugandhim pushtivardhanam urvarukamiva bandhanan
mrityor mukshiya maamritat

Mittwoch, 24. Mai 2017
Yoga-Philosophie Teil 13

Ein bekannter Bewegungsablauf im Hatha-Yoga ist Suryanamaskar. Der Sonnengruß besteht aus 12 Asanas, die miteinander verbunden werden. Die Anfangshaltungen wiederholen sich in umgekehrter Reihenfolge bis zum Ende hin. Der Sonnengruß wird zwölfmal geübt (oder ein Vielfaches davon). Die Zahl Zwölf steht symbolisch für die zwölf Doppelstunden des Tages und für die zwölf Monate des Jahres. Heute gibt es ungefähr 18 hauptsächlich geübte Varianten von Suryanamaskar. Diese Varianten unterscheiden sich in der Abfolge und Intensität. Die Urform des Sonnengrußes -der aus Grußhaltungen und Verbeugungen bestand- sind seit Jahrtausenden in fast allen Kulturen die, die Sonne verehrten (Kelten, Maya, Ägypter) bekannt. Die heutige Sonnengebetsvariante besteht aus Standhaltungen, Vor- und Rückbeugen. Suyanamaskar beginnt und endet immer im Stand. Atem und Bewegung werden in Verbindung gebracht und so einer Ermüdung oder ein außer Atem kommen vermieden. In der Rishekeshreihe wird Suryanamaskar vor den Asanas ausgeführt. Suryanamaskar kann auch unabhängig als eigenständige Übungsabfolge außerhalb der täglichen Yoga-Sitzung bzw. Yoga-Stunde praktiziert werden. In Indien wurde (wird) Suryanamaskar traditionell bei Sonnenaufgang ausgeführt.
Die Wirkung von Suryanamaskar:

•Die Vorder- und Rückseite des Körpers wird intensiv gedehnt
•Besonders Wirbel-, Hüft- und Schultergelenke werden mobilisiert
•Kräftigung der stabilisierenden Muskulatur
•Aktivierung von Atmung, Kreislauf und Verdauung
•Morgens ausgeführt wirkt Suryanamaskar energetisierend und belebend

Mittwoch, 24. Mai 2017
Yoga-Philosophie Teil 12

Die Yoga-Ernährung
Die Ernährung sollte auf eine wirklich ganzheitliche Lebensweise abgestimmt werden. Das bedeutet die Ernährung auf eine lacto-vegetarische Kost umzustellen. Die
Ernährungsweise hat einen tiefen Einfluss auf das körperliche und seelische Gleichgewicht. Viele Krankheiten können durch die vegetarische Kost vermieden werden. Eine ausgewogene vegetarische Ernährung versorgt den Körper mit allen Nährstoffen, Proteinen, Vitalstoffen, Mineralien usw. die er braucht. Die Nahrungsmittel werden in drei Gruppen eingeteilt: Sattvige Nahrung, Rajasige Nahrung und Tamasige Nahrung. Sattvige Nahrung ist die reinste Ernährung, zu dieser Gruppe gehören z.B, : Lebensmittel aus biologischem Anbau wie, Obst und Gemüse, Getreide, Milchprodukte, Vollkornbrot, Butter und Käse, reine Fruchtsäfte, Hülsenfrüchte ( Soja, Tofu), Honig, Kräutertee. Zu den Lebensmitteln der Rajas-Gruppe zählen Lebensmittel die würzig, sehr sauer, bitter, scharf oder geröstet sind. Auch Fleisch, Fisch und Eier, also sehr eiweißhaltige Nahrungsmittel gehören dazu. Zuviel von diesen Lebensmitteln fördert, innere Unruhe und Aggressionen, auch das geistig-körperliche Gleichgewicht wird zerstört. Tamasige Nahrung ist nicht mehr frische oder verdorbene Nahrung oder Lebensmittel die künstliche Zusätze enthält und stark verarbeitet wurde, sowie Zwiebeln, Knoblauch, Fleisch, Alkohol. Auch Tabakgenuss und Völlerei rechnet man zu Tamas. Wenn man ernsthaft Yoga praktizieren möchte sollte man seine Ernährungsweise überdenken und sattvige Lebensmittel zu sich nehmen. Diese Umstellung kann schrittweise beginnen, indem nach und nach tamasige und rajasige Nahrungsmittel verringert werden. Auch die Lebensweise bezüglich des Alkoholkonsums und des Rauehens sollte hinterfragt werden. Ein Yogalehrer kann hierzu seine eigenen Erfahrungen an den Übenden weitergeben.

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