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Yoga und was sonst noch wichtig ist...

Mittwoch, 24. Mai 2017
Yoga-Philosophie Teil 11

Die fünf Prinzipien
Swami Sivananda hat durch das genaue Beobachten der Lebensumstände und Bedürfnisse der Menschen im Westen, die alte Weisheit des Yoga in fünf Grundprinzipien zusammengefasst: Richtige Entspannung: Verspannungen der Muskulatur lösen sich und der Körper kommt zur Ruhe. Richtige Entspannung kennen wir nach einem guten Schlaf. Man ist energetischer, aktiver und kann mit Sorgen und Ängsten besser umgehen. Richtige Übungen:Asanas (Körperhaltungen) wirken systematisch auf den gesamten Körper ein. Muskeln und Sehnen werden sanft gedehnt, gestreckt und gekräftigt. Die Wirbelsäule und die Gelenke werden beweglich gehalten und der Kreislauf wird angeregt. Richtige Atmung: Voll und rhythmisch zu atmen und die Aufnahme von Sauerstoff zu erhöhen, wie es die Atemübungen oder Pranayama lehren. Der Körper wird mit neuer Energie aufgeladen und der Geist kontrolliert, indem der Fluss des Prana reguliert wird. Richtige Ernährung: Die yogisch-vegetarische Ernährungsweise ist ausgewogen zusammengestellt. Sie hilft die Wiederstandkraft des Körpers zu erhöhen und den Geist zu beruhigen. Positives Denken und Meditation: Die Meditation hilft negative Gedanken aufzulösen und den Geist zu harmonisieren. Hatha-Yoga ist der Wechsel von Spannung und Entspannung. Dehnen und Beugen. In der Yoga-Stellung bilden Bewegung, Atmung und Konzentration eine Einheit.

Mittwoch, 24. Mai 2017
Yoga-Philosophie Teil 10

RISHEKESHREIHE NACH SWAMI SIVANANDA, SWAMI VISHNUDEVANANDA
Die Rishekeshreihe wurde von Swami Sivananda in seinem Ashram in Rishikesh entwickelt. In Europa wurde sie von Andre van Lysebeth publiziert. Die sogenannte Rishekeshreihe baut auf die natürliche Krümmung der Wirbelsäule auf. Manche Yoga-Schulen und Yoga-Lehrer setzen den Kopfstand an das Ende der Reihe. Die Übungsabfolge der Rishekeshreihe die Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda lehrten, setzt den Kopfstand an den Anfang, da noch genug Kraft und Energie vorhanden ist, diese Asana auch längere Zeit einzunehmen.
Jede Asana verstärkt die vorangegangene Übung oder gleicht sie mit einer entgegengesetzten Dehnung wieder auf. Den drei rückwärts beugenden Übungen - Kobra, Heuschrecke und Bogen - die vorwärts beugenden voraus. Jede auf eine Seite wirkende Asana wird auf gleiche Weise nach der anderen Seite wiederholt. Die Sitzung beginnt immer mit einer Entspannung in der Totenstellung (Savasana). Diese klassische Entspannungslage, vor jeder Sitzung, zwischen den Asanas und in der Schlussphase, baut Stress ab, der Atem beruhigt sich und in Verbindung mit einer tiefen Bauchatmung ist eine tiefe Entspannung möglich. In einer klassischen Yoga-Sitzung folgt nach Savasasana, eine sitzende meditative Haltung z. B. der Lotussitz oder eine einfachere Sitzhaltung. In einer dieser Haltungen mit aufgerichteter Wirbelsäule wird Pranayama praktiziert.

Anuloma Viloma/Wechselatmung:
Der rechte Daumen schließt das rechte Nasenloch, der Ringfinger und
kleiner Finger schließen das linke Nasenloch.
1. Einatmen durch das linke Nasenloch, indem das rechte mit dem Daumen
verschlossen wird. Bis vier zählen. 2. Atem anhalten, beide Nasenlöcher schließen.
Bis sechzehn zählen. 3. Durch das rechte Nasenloch ausatmen, das linke mit dem
Ringfinger und kleinem Finger geschlossen halten. Bis acht zählen. 4. Durch das rechte
Nasenloch einatmen, das linke geschlossen halten. Bis vier zählen. 5. Atem anhalten,
beide Nasenlöcher schließen. Bis sechzehn zählen. 6. Durch das linke Nasenloch
ausatmen, das rechte mit dem Daumen geschlossen halten. Bis acht zählen. Es gibt noch drei weitere Pranayamas (Brahmari, Sitkari, Sithall), die für die Asana- Grundhaltungen nicht unbedingt notwendig sind. Wichtig ist das, Kapalabhati und
Anuloma Vi/oma vor den Asanas geübt werden um Körper und Geist auf die Körperhaltungen vorzubereiten. Asanas wirken auf die verschiedenen Körpersysteme, sie machen die Wirbelsäule und Gelenke beweglich, stärken die Muskulatur, Drüsen und die inneren Organe.

Mittwoch, 24. Mai 2017
Yoga-Philosophie Teil 9

MEISTER DES YOGA
Einer der großen Yogameister des 20. Jahrhunderts war Swami Sivananda, 1887-1963. Er begründete den Sivananda-Yoga mit der bekannten Rishekeshreihe. Dieser auch unter den Namen, Integraler Yoga bekannte Stil lehrt eine Zusammenfassung aller Aspekte des Yoga. Swami Sivananda gründete die Divine Life Society zur Ausbreitung spirituellen Wissens und selbstlosen Dienst an den Menschen. Sein Ashram in Rishikesh (Indien), ist auch heute noch ein Kraftort für viele Yoga-Praktizierende aus aller Welt. Er schrieb über 300 Bücher, seinen integralen Yoga fasste er mit den Worten zusammen, "Diene, liebe, meditiere, erkenne und verwirkliche - sei gut, tue Gutes- Liebe ist Gott". Swami Vishnudevananda hat den klassischen Yoga für den westlichen Menschen verständlich zusammengefasst: 1. richtige Körperübungen (asanas), 2. richtige Atmung (Pranayama),3. richtige Entspannung, 4. richtige Ernährung (vegetarsich), 5. positives Denken und Meditation (Vedanta und dhyana). Sein erstes Werk war 'Das Große illustrierte Yogabuch' ist ein klassisches Werk im modernen Hatha-Yoga. Swami Vishnudevananda wurde 1927 in Kerala, Südindien geboren und kam 1947 in den Sivananda Ashram in Rishekesh und lebte bei seinem Meister Swami Sivananda bis 1957. Er gründete die Sivandanda-Yoga-Vedanta Zentren, darunter auch in Deutschland.

Mittwoch, 24. Mai 2017
Yoga-Philosophie Teil 8

Der achtstufige Weg zeigt für jeden Menschen einen nachvollziehbaren Übungsweg auf. Patanjali macht klar das jede Stufe nicht besser ist als eine andere. Sie bauen
aufeinander auf und sind miteinander verbunden. Yama ist die allgemeine Ordnung und handelt vom Umgang mit der äußeren Welt. Niyama ist die besondere Ordnung und zeigt dem ernsthaften Yoga-Praktizierenden den Umgang mit sich selbst. Zu den Körperhaltungen Asanas finden wir besonders leichten Zugang und nehmen diese dritte Übungsstufe gerne ein. Pranayama, die Atem-Beobachtung, -Kontrolle und Achtsamkeit ist die vierte Stufe. Die Regulierung des Atems, hilft innere Blockierungen aufzulösen, den Atem fließen zu lassen, Atempausen helfen den Geist zu beruhigen, oder durch anregende Pranayamas (Yoga-Atemübungen) die Konzentration zu fördern. Pranayama besteht aus drei Teilen pro Atemzug: Einatmen, Anhalten und Ausatmen. Die Aufnahme von Sauerstoff und Prana (= Lebensenergie) wird erhöht. Indem man im Asana verweilt und die Aufmerksamkeit auf den Atem lenkt, ist die Aufmerksamkeit nach innen gerichtet und nicht auf äußere Objekte. Die fünfte Stufe Pratyahara ist also das Zurückziehen der Sinne. Nun ist der Geist für die sechste Stufe vorbereitet und die innere Sammlung und Konzentration ist Dharana und führt zur siebten Stufe: Dhyana oder in den Zustand der Meditation und heißt, dass wir "selbstvergessen" betrachten und in dieser Art des Schauens sehen wie und wer wir eigentlich sind. Das Ziel des Weges ist Samadhi, die achte Stufe: das Aufhören des Bemühens und Kämpfens. Das Leben anzunehmen, nicht mehr kontrollieren zu wollen, die Dinge so zu akzeptieren wie sie sind. Das ist die innere Freiheit, die das Ziel des Yoga ist.

Mittwoch, 24. Mai 2017
Yoga-Philosophie Teil 7

YOGA SUTRAS DES WEISEN PATANJALI
Die Yoga- Sutras (Sutra= Leitfaden) des Patanjali beschreiben eine fortlaufende Reihe von Schritten und Disziplinen, die Körper und Geist reinigen: Yama, Niyama, Asana,
Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana und Samadhi. Die acht Schritte oder Stufen sind der Ashtanga-Yoga = der achtgliedrige Yoga des Patanjali in den Yoga-Sutras.
Yama sind die fünf allgemeinen Regeln: Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit in Gedanken, Worten und Taten, Nichtstehlen, Mäßigung in allen Disziplinen und Besitzlosigkeit
(Nichthorten). Die Niyamas enthalten wiederum fünf Gebote und sollen positive Eigenschaften fördern. Die Niyamas gelten für den Yoga-Übenden, während die fünf allgemeinen Regeln für alle Menschen, - unabhängig von eigener Yogaübungs-Praxis- gelten sollten. Die Niyamas: Reinheit, Zufriedenheit, Genügsamkeit, Studium spiritueller Schriften, Bewusstsein und Vertrauen, dass der (eigene) Yogaübungsweg funktioniert. Asanas (Körperhaltungen) sind die dritte Stufe auf dem Übungsweg.

DER ACHTSTUFIGE YOGA WEG
Meist wird mit der dritten Stufe begonnen: Asana. Durch das Einnehmen der Sitz-Haltung (Lotussitz), ist schon die dritte Stufe erfüllt. Tatsächlich ist in Patanjalis Yoga-Sutras
nur dieses eine Asana beschrieben. Die aufrechte Haltung ermöglicht auch einen Anfänger einen gewissen Grad an Versenkung. Denn das ist der Grundgedanke des Yoga, in einer
festen, jedoch entspannten Sitzhaltung zu meditieren. Gemeint ist also eine geeignete Meditationshaltung. Die Vielzahl der Asanas haben sich erst später entwickelt.


Samadhi
Dbyana
Dharana
Pratyabara
Pranayama
Asana
Niyama
Yama

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